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Bevor ich geboren war, dachten alle ich wäre ein Junge. Ob das an der schlechten Qualität der Ultraschallgeräte im Jahr 1994 lag oder hat der Storch mich versehentlich im blauen Tuch gebracht? Jedenfalls hatten meine Eltern sich bereits auf einen Jungennamen geeinigt und seit ich den weiß, bin ich froh kein Junge geworden zu sein. Aber es gibt noch viele andere Gründe neben dem knapp entgangenen grausigen Jungennamen, wieso ich so gern ein Mädchen, eine junge Frau bin.

Ich liebe es eine Frau zu sein, auch wenn es ein paar Schwierigkeiten gibt – wir meistern das eben auch mit Bravour: wir müssen unser Geld so verwalten, dass es neben den ganzen schönen Dingen im Leben auch noch für einen vollen Kühlschrank reicht. Wir müssen uns entscheiden ob wir uns rasieren, waxen oder sugarn wollen – und es dann auch noch durchziehen. Wir sind ein paar Tage im Monat besonders empfindlich (okay, das könnte vielleicht auch eher eine Herausforderung für die Herren sein) und wir müssen uns tagtäglich für eine der unzähligen Nagellackfarben entscheiden. – Nein, mal ganz ehrlich. Ich genieße es jeden Tag eine Frau zu sein und auch wenn der Mann den klaren Vorteil des Im-Stehen-Pullerns hat, so würde ich um keinen Preis tauschen wollen. Ich gebe zu, dass ich schon auf so manche Männerfreundschaft neidisch war, aber ein Kompliment von Frau zu Frau, gemeinsames Schluchzen und ja, auch Lästern ist einfach fabelhaft. Aber ich muss auch sagen, dass ich das Frau sein nahezu zelebriere. Ich frisiere und schminke mich stundenlang, trage leidenschaftlich gern hohe Schuhe und shoppe, shoppe, shoppe! Besonders jetzt im Herbst habe ich das Schminken wieder für mich entdeckt. Nein #ohnealleszummitnehmen wird nicht vergessen, aber jetzt in den kälteren Jahreszeiten lege ich doch gern mal ein bisschen mehr auf! Wie genau ich das mache? Sehr ihr heute auf www.beautystories.com. Auf dem Douglas Beauty Blog zeige ich euch mein liebstes Augen Make-up für den Herbst und wie ich es schminke – unbedingt mal vorbei schauen!
Aber – und darauf kommt es wohl auch an – das ist nicht alles für mich. Gleichberechtigung verlangt gelebt zu werden. Also müssen wir Frauen eine Meinung haben und diese auch aussprechen! Ich habe ganz oft das Gefühl, dass andere Mädchen sich zwar trauen würden ihre Meinung auszusprechen und sich in der auch ganz sicher sind, aber nicht forsch wirken wollen. Wieso fällt es so vielen jungen Frauen schwer, auf den Tisch zu hauen?

Wieso ich euch das erzähle? Nun ja, es scheint mir – als wäre Gendering so wichtig wie noch nie, Eizellen-Frosting ist in aller Munde und jeder gute Blogger integriert derzeit #girlboss in eins seiner hübsch drapierten Instagram-Schnappschüsse – Ich bekenne mich ebenfalls schuldig! Wer hat es entdeckt? Aus diesen und anderen Gründen habe ich mir in den letzten Tagen viele Gedanken gemacht, ob ich jemals das Gefühl hatte, dass ich etwas nicht erreichen konnte, dass ich benachteiligt wurde, weil ich ein Mädchen bin. Und ganz ehrlich? Ich kann mich an keine derartige Situation erinnern. Und bin froh darüber! Wir alle wissen, dass es auf der Welt viel mehr Mädchen als Jungen verwehrt ist, zur Schule zu gehen und dass immer wieder über gesetzliche Frauenquoten diskutiert wird. Es ist ganz deutlich, dass es zwischen den Chancen und Möglichkeiten von Frauen und Männern Unterschiede gibt. Aber – nicht zuletzt wegen einer tollen Rede von Emma Watson – sollten wir nicht vergessen, dass Gleichberechtigung für alle gelten muss und wir Frauen uns nicht immer nur in der Opferrolle sehen dürfen und sollten! Aber damit muss frau eben auch umgehen lernen. Und was es dafür braucht? Intelligenz und eine Menge Selbstbewusstsein! 

Bisher ist mir eine negative Erfahrung in diesem Zusammenhang erspart geblieben – ich hoffe das bleibt auch so! Wie geht es euch damit?

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Jacke – Hollister / Shirt, Hose – H&M / Schuhe – Stradivarius / Kette, Tasche – Accessorize / Schal -Zara
Fotos – Frederic Bloch

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Kommentare

  • Guten Abend:) Als allererstes möchte ich sagen, dass du wirklich wunderschön bist:) Ich liebe deine Bilder, jedes einzelne <3

    Und nun zu deiner Frage, in der Öffentlichkeit, im Job oder so… finde ich, hat das Ansehen einer Frau deutlich zugenommen und ich persönlich habe es noch nie erlebt das eine andere Frau oder gar ich selber benachteiligt wurde, weil wir eben Frauen sind:)

    Ich finde die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen ist in der Öffentlichkeit immer mehr zu spüren und eigentlich gar kein allzu großes Thema mehr, zumindest hier in Deutschland. 'Anders finde ich, ist es im Privaten. Ich finde in vielen Ehen und Beziehungen hauen die Mädchen und Frauen wirklich zu wenig auf den Tisch. Es gibt meine Meinung nach noch zu viele Partnerschaften, in denen der Mann den Ton angibt. Dabei gibt es in meinen Augen nichts, bei dem Gleichberechtigung wichtiger ist als dabei.

    Dennoch bin ich wirklich froh eine Frau zu sein, auch wenn das manchmal es komplizierter ist. Aber ich denke Männer haben es in ihrer Männerwelt manchmal auch echt nicht leicht. "Wer hat den längsten"größten" "Wer kann das und das und das vorzeigen.." blablabla du weißt was ich meine… 😀
    Immer besser sein zu wollen, als der Andere und das dickere Auto zu fahren, ist doch auf längere Zeit echt ätzend..

    Danke, für deinen tollen Post:) Ich finde es richtig gut, das du auch über ernstere Themen berichtest, direkt aus dem Leben. Es ist sehr bewegend und bringt einen wirklich zum Nachdenken. ♥

    22. Oktober 2014
  • sunny

    Liebe Luise, ich lese deinen Blog sehr gerne und fand deinen Beitrag heute so klasse und perfekt getroffen, dass ich hier mal ein Kommentar hinterlasse.

    In Situationen, in denen ich mir leicht unsicher bin und denke „kann ich das? soll ich das? darf ich das?“ sage ich mir ganz oft „just do it“ oder „sags einfach“. Was soll schon passieren – bis auf, dass ich eben das tue oder sage, was ICH in dem Moment für richtig halte.
    Ich glaube viele Frauen machen sich unnötigerweise um viel zu viel einen Kopf 😉 Dabei verlangt ja gar keiner, dass immer alles goldrichtig oder von Anfang an perfekt sein muss 🙂

    22. Oktober 2014
  • Toller, wahrer Text und sehr schöne Bilder. Ich musste bisher auch nicht mit Ausgrenzungen oder Hürden umgehen, die mich benachteiligten weil ich eine Frau bin – und Klischees kennen wohl beide, Männer genau wie Frauen. Ich bin jedoch klar gegen eine Frauenquote, ich finde, dass das pampern und ruhigstellen an der falschen Stelle ist. Wenn von 10 verfügbaren Stellen eben 10 Männer die beste Entscheidung für den Job sind dann ist das eben so – genauso kann es auch andersherum sein! Jedoch hätte ich es gerne, dass Frauen für exakt die selbe Position und Arbeit gleichermaßen entlohnt werden wie Männer – diese Fehlentscheidung finde ich mehr als frech. Ansonsten hast du vollkommen Recht mit dem Punkt, sich nicht in die Opferrolle zu stellen – ich möchte nicht bemitleidet und irgendwie abgefertigt werden mit halbherzigen Lösungen, damit ich ruhig bin, sondern will schlicht selbst dafür arbeiten und das Gefühl haben, wichtig genug zu sein um dafür entsprechend entlohnt zu werden. So einfach ist das 🙂

    Ach, und mich interessiert wahnsinnig wie du als Junge geheißen hättest – ich verrate dir auch meinen. Meine Eltern wollten damals (1993er bin ich) nicht wissen, ob ich ein Junge oder ein Mädchen werde, und haben sich eben zwei Namen zurecht gelegt. Vivien (Hi :D) oder eben Vincent (ohjeohje) – also viel schlimmer kann deiner nicht sein 😀

    22. Oktober 2014
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