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lässig

Ein entspannter Nachmittag, die Sonne scheint, ich war bereits im Fitnessstudio und habe für den Blog alles erledigt. Sogar bei einer Vorlesung bin ich gewesen. Ich lehne mich zurück, halte das Gesicht in die Sonne und bin entspannt, ruhig, gelassen. Ein herrliches Gefühl. In so einem Moment ist es ziemlich einfach, entspannt zu bleiben…
Ich erinnere‘ mich daran, als ich das erste Jahr alleine gewohnt habe und noch zur Schule gegangen bin. Bis spät in die Nacht in der Stadt gearbeitet habe. Ich war überfordert und alles andere als gelassen.
Ich erinnere‘ mich, als ich vor einem halben Jahr gekündigt habe und seitdem immer Druck hatte, am Ende des Monats meine Rechnungen zahlen zu können. . Und dann ist da noch das Studium. Freunde. Familie. Ein Haushalt, der geschmissen werden muss. Und die kleinen und großen Überraschungen, die das Leben immer so für uns bereit hält.
Dauergestresst. Angespannt. Nervös. Zur Ruhe kommen? Den Laptop zuklappen? Ein Buch in die Hand nehmen? Lächeln, auch wenn ich dringend etwas zu erledigen habe? Fehlanzeige. Ich habe mich selbst immer weiter angetrieben, mir keine Pause gegönnt und mich dabei so sehr selbst unter Druck gesetzt. Erfolg! Schneller! Habe mich beobachtet gefühlt, bewertet. Wollte immer alles perfekt machen. Und daran hat sich auch heute nichts geändert. Aber ich mache Feierabend. Ich mache Ausnahmen. Ich lasse es manchmal  einfach gut sein.
Ich würde nicht sagen, dass der Druck weniger geworden ist – ganz im Gegenteil. Wir alle haben unsere Aufgaben, unsere Pflichten zu erfüllen – die Kunst ist es, irgendwie gelassen zu bleiben. Ich habe unendlich viel ausprobiert, nicht zuletzt auf Rat meiner Mutter – die mich schon mit 12 Jahren zu einem Entspannungskurs schickte und mir regelmäßig Päckchen mit einer Jahresration Vitamin D und Schokolade schickt. Jetzt habe ich mein Gleichgewicht gefunden, hab‘ den Dreh raus und möchte Euch daran teilhaben lassen. Also seht das heute als mein Mama-Päckchen an Euch! Lasst es euch gut gehen!

1. Habe hohe Erwartungen an Dich selbst!
Nur weil man gelassen und entspannt sein möchte, muss man nicht den persönlichen Anspruch an sich selbst herunterschrauben. Fordere Dich selbst immer wieder heraus, aber achte darauf, dass du dir die Ziele nicht zu hoch steckst.
Auch wenn du dich von anderen überfordert fühlst, sprich es an und findet gemeinsam eine Lösung!

2. Sport ist Mord Seelenheiler!
Seit nun knapp zwei Jahren bin ich im Fittnesstudio angemeldet. Seit ungefähr fünf Monaten fühle ich mich dort auch wohl und gehe regelmäßig zum Sport. Und hier jogge ich nicht nur stundenlang auf dem Laufband und trainiere Bauch, Beine und Po – sondern konzentriere mich mindestens einmal die Woche auf speziell auf meine Rücken- und Nackenmuskulatur.

3. Pause machen und zwar richtig!
Viel zu oft macht man eine Pause, beschäftigt sich dann aber mit Sachen, die entweder noch mehr stressen oder immerhin nicht richtig entspannen lassen. So lese ich während meiner Mittagspause viel zu oft andere Blogs oder treibe mich auf Instagram herum, während ich eigentlich auf einen Kaffee mit meiner besten Freundin verabredet bin. Jetzt heißt es wieder: Selbstkontrolle!
Geh‘ lieber raus, koch‘ Dir etwas besonders leckeres, mach‘ ein Nickerchen. Was auch immer. Aber irgendwie abschalten. So gut es geht.
Was ich am dann am liebsten mache? Youtube-Video ohne richtigen Inhalt ansehen – so kann ich meinen Powernap am schnellsten beginnen.

4. Zeitmanagement ist alles!
Damit Stress gar nicht erst auftreten kann, sollte man seine Zeit wirklich optimal nutzen. Mittlerweile bin ich wirklich ein Profi was das angeht! Dazu würde ich noch mal einen separaten Post schreiben wollen – habt ihr Interesse daran? Aber eins sei gesagt: ein guter Terminkalender ist die halbe Miete!

5. Feierabend machen!
Ich kenne das sogar noch aus der Schule – Hausaufgaben wurden bis zur letzten Sekunde rausgezögert und dann sitzt man mitten in der Nacht über dem Bio-Lehrbuch.Heute erwische ich mich immer noch dabei, wie ich es selbst mitten in der Nacht oder während eines Mädels-Abends nicht sein lassen kann, Mails zu checken und neue Themen zu Brainstormen. Wenn man selbstständig arbeitet ist es so unendlich schwer, Schluss zu machen – mit den Gedanken immer bei der Arbeit. Besonders, wenn man etwas mit so viel Leidenschaft betreibt.
Allerdings darf man die Leidenschaft auch nicht zu sehr ausreizen. Dann muss man sich selber mal ein bisschen zappeln lassen und sich ordentlich ablenken lassen. Vor ein paar Monaten saß ich jeden Abend der Woche, selbst am Wochenende, an irgendwelchen Projekten und Plänen – seit ein paar Wochen gehe ich jetzt wieder aus, tanze durch die Nacht und genieße die Abende mit meinen Freundinnen. Das befreit und zwingt mich dazu, auszuschlafen!

6. Alles wird gut!
Ja, die oben genannten Tipps waren sicherlich für die Wenigsten wirklich etwas Neues – bilden aber die Basis des Ganzen. Wisst Ihr, was mich letzten Endes aber so richtig runter geholt hat? Der Moment, als ich irgendwo im Dschungel auf einem viel zu hohen Berg und dann wiederum auf einer viel zu hohen Plattform stand, mit einem viel zu kleinen Karabinerhaken an ein viel zu altes Drahtseil geschnallt wurde und ich mich minutenlang einfach nicht traute, in den Dschungel zu springen. Ich war kurz davor zu kneifen – mein Herz hat gepocht wie verrückt, mein Atem ging viel zu schnell, mir rasten so viele Gedanken durch den Kopf. Und dann: machte ich es einfach. Schaut mal, wie mutig ich war! Ja, das hatte eine Menge mit Mut zu tun – sicherlich (ich habe bereits darüber geschrieben), aber und das war entscheidend für mich: man muss vertrauen. In sich selbst. Und – das fällt mir immer besonders schwer – in andere und das Schicksal.

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lässig1lässig2 lässig3 lässig4 lässig5 lässig6 lässig7 lässig8Kleid – Dorothy Perkins | Lederjacke – Sheinside | Schuhe -Converse | Tasche – Accessorize | Uhr – Marc Jacobs  | Haargummi – Invisebobble Fotos – Julie Schönewolf

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Kommentare

  • Hee du!
    Ein wunderwunderschöner Post. Du hast schon recht – es sind die Basics, die eigentlich jeder kennt. Aber wie oft verlieren wir sie aus den Augen, leben die einfachsten Grundsätze nicht mehr? Danke für die Erinnerung daran.
    Auch wieder wunderschöne Bilder. Das Kleid ist ein Traum und steht dir ausgezeichnet!
    LG Marmormaedchen
    http://www.marmormaedchen.blogspot.com

    18. Mai 2015
  • wieder ein toller post! viele der tipps nimmt man sich doch zu wenig zu herzen. Um zu entspannen hilft es mir sogar super, deine texte zu lesen 🙂 Dein Schreibstil ist so schön entspannt, setzt einem direkt Bilder in den Kopf, lässt einen für einen kurzen Moment träumen und gleichzeitig bringen deine worte einen in die realität zurück, einfach top!
    liebst kati♥

    18. Mai 2015
  • Rebecca

    Liebe Luise,

    mit Pferdeschwanz kennt man dich gar nicht – dabei siehst du auch so wunderschön aus! Tolle Fotos!

    Ich bin seit Jahren Leserin deines Blogs und möchte dir am liebsten nach jedem Post applaudieren – du schaffst es immer wieder, Dinge einfach auf den Punkt zu bringen und mich dabei mit deinem fast poetischen Schreibstil zu verzaubern! Danke dafür und alles Gute!

    18. Mai 2015
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