menu-icon-luise-closing

Search

IMG_9986 IMG_9972

Es stand ganz oben auf meiner To-Do-Liste: ein Bild vom gemeinsamen Philippinen-Trip auf meiner Festplatte zu suchen und es auf Instagram zu posten. Ich vermisse den Strand und denke gerne daran, wie glücklich wir waren. Gemeinsam. Dass wir genau das erlebt haben, wonach wir uns alle sehnen. Ich erinnere mich an die Reise nach Dubai. Und die zahlreichen fabelhaften Anrufe. Ich sehne mich nach dem letzten Sommer, den wir laut singend und ewig tanzend verbrach habe. Ich wünsche mich in die Karibik zurück und auf die Straßen von New York. Ich will die Zeit zurückdrehen, damit ich dich festhalten kann. 
Ich habe das Jahr Revue passieren lassen und stellte fest: es war grandios. Und noch besser. Es war fabelhaft und ich hatte so viel Glück. In allem. 
Ich schätzte mich glücklich. Hatte ich doch eine so schöne Zeit verbracht. 
Ich fand mein Glück. In der Vergangenheit.



Es ist Januar. Und obwohl das neue Jahr gerade erst begonnen hat, fühlt es sich an als würde alles still stehen. Startschwierigkeiten. Ich steck’ im Schnee fest. Mal wieder. Mit dem Herzen beim letzten Sommer und in freudiger Erwartung all dessen, was auf mich zukommen wird. Das fühlt sich an als ob ich im kniehohen Schnee stünde und mit den Armen runden, nach etwas Fernem greifen würde. Festgefroren. Stillstand. 
Wie in jedem Januar.

Während ich im Bus sitze und er mich voran bringt, während ich mich nicht von der Stelle rühre, stelle ich fest, dass ich so nicht sein möchte. Dass ich so nicht bin. Nicht mehr. Ich habe gelernt, wie man die Fesseln der Vergangenheit ablegt – aber ich wurde getäuscht. Weil sie dieses Mal nicht aus Eisen sind, sondern aus schönsten Perlen, in denen sich mein Lächeln vergangener Tage noch immer spiegelt. Einen Moment noch verweile ich, weil es sich so vertraut anfühlt, dich zu vermissen und es jedes Mal so aufregend ist, Videos gemeinsamer Urlaube anzusehen. Dort hin. Immer wieder. Ich lege sie ab und das Fernglas beiseite. Denn: Heute ist heute. Und es geht darum, jetzt glücklich zu. Damit ich morgen wieder so zufrieden in die Vergangenheit blicken kann.
Ich schließe die Augen. Lasse das vergangene Jahr noch ein letztes Mal an mir vorbei rauschen. Stoße mit mir selbst an. Und verbringe noch einen weiteren Silvesterabend. Am 19. Januar, um 21:23 Uhr. Allein. Und diesmal wirklich. Startschuss.

IMG_9933 IMG_9901 IMG_9881 IMG_9830

Oberteil – H&M
Culottes – BiKBOK
Schuhe – Asos
Tasche – Forever21
Kette – O`Necklace

Fotos – Mama
Bildbearbeitung – Vanessa Thiel

[show_shopthepost_widget id=“1345688″]

Kommentare

  • Wirklich ein schöner Text. Ich glaube du bist nicht die einzige, die im Januar feststeckt, Januar ist einfach kein guter motivierender Monat…

    20. Januar 2016
  • Sowas von Recht hast du. Du hast es perfekt geschafft dieses eigentlich undefinierbare Gefühl zu beschreiben. Kenn ich gut!
    Alles Liebe dir zu deinem neuen Jahr:)
    Sophie

    http://www.weekdayswithsophie.wordpress.com

    20. Januar 2016
  • Irina

    So nachvollziehbar…Ich müsste mich auch einmal trauen. Loszulassen sollte leicht sein.

    20. Januar 2016
Seiten:1 2 3 12
Schreibe einen Kommentar