menu-icon-luise-closing

Search

fw3

Der ganze Trubel ist jetzt schon wieder eine Weile vorbei und auf jedem zweiten Blog muss ich lesen, wie oberflächlich, wie falsch das Ganze gewesen sei. Wie jedes Jahr also. Nichts Neues.
Und vor ein paar Jahren habe ich mich auch noch geärgert. Hatte die selben oder ähnliche Gedanken. Aber heute? Sehe ich das alles ganz anders. Heute mag ich die Berlin Fashion Week. Sogar noch mehr als im letzten Jahr schon. Und wieso? Weil ich mir die Laune nicht verderben lasse von abwertenden Blicken. Weil ich nicht mehr ganz so traurig bin, wenn ich zu irgendeinem fancy Event nicht eingeladen bin. Weil es mir nicht mehr darum geht, so viele Goodiebags wie möglich mitzunehmen, sondern darum, eine gute Zeit zu haben!

Nachdem ich den Montag, meinen Geburtstag, ganz entspannt mit meinen Freunden verbrachte, machte ich mich am Dienstagmorgen auf den Weg in die Hauptstadt. Als 7 Uhr mein Wecker klingelt und ich eigentlich noch viel zu müde war, klopfte es auch schon an meiner Wohnungstür. Meine Freundin Franzi hatte sich spontan im Morgengrauen entschieden, mich zu begleiten. Und schon breitete sich ein Grinsen auf meinem Gesicht aus und es konnte los gehen! Während ich den Zug nahm und schon gegen 11 Uhr in Berlin eintraf, schlummerte sie noch im bequemen Bus. Also checkte ich schon mal im Hotel ein – im nhow Berlin durfte ich statt einer ganzen Woche zwar nur eine Nacht bleiben – was das hieß sollte ich aber erst am nächsten Tag zu spüren bekommen – und bezog dort in aller Ruhe eine der tollen Suiten. Kurz frisch machen und schon ging es mit einer weiteren Taxifahrt zum Brandenburger Tor und somit zur ersten Show der Saison. Vor Ort wartete Franzi schon auf mich und die Fashion Week konnte für uns beginnen: direkt in der ersten Reihe bei Pearly Wong! Eine tolle Kollektion – besonders die weißen Teile haben es mir angetan, natürlich -, ein frisches Publikum, ein gelungener Auftakt.
Anschließend überredete Franzi mich, doch mal das Angebot im Fashionzelt zu nutzen und so ließen wir uns die Nägel lackieren und schlürften dabei eine Cola Light. Ja, wieso eigentlich nicht. Normalerweise eilte ich nur durch den Eingangsbereich, ganz beschäftigt. Aber jetzt entschied ich, einfach mal zwei Termine sausen zu lassen. Und so machten wir uns entspannt auf den Weg zur Hashmag Blogger Lounge. „Ein typisches Bloggerevent“, hätte ich wohl behauptet, wenn ich allein hingegangen wäre. Mit meiner Freundin war es nichts Typisches oder gar Normales. Es hat mich so glücklich gemacht, zu sehen, wie sehr ihre Augen strahlten. Also wurden Blumenkränze gebunden, Wimpern gebogen und gefärbt und Spray Tanning in Anspruch genommen. Ein paar Drinks, nette Gespräche, Crêpes und tolle Fotos. Ein rund um gelungener Nachmittag. Und dann ging es nach einem weiteren Aufhübschen von Backstagemakeup wieder zurück zum Fashionzelt. Die Riani Show sollte 19:30 Uhr beginnen und Romy und ich standen bereits 19 Uhr in der Schlange. Ich war ganz besonders stolz über die zweite persönliche Einladung an diesem Tag. Die Show? War die beste, die ich bisher gesehen habe. Eröffnet wurde sie von Rebecca Mir – in meinen Augen leider nicht so sympathisch, aber nichts desto trotz eine begnadete Tänzerin – und dann folgten tolle Looks, gute Musik und noch bessere Laune! Bisher hatte ich eine solche Stimmung nur in Amsterdam gespürt, aber Riani hat das auch in Berlin geschafft: dass Menschen Spaß haben an Mode! Plötzlich legte man das Smartphone weg und setzte das breite Grinsen auf. Chapeau!
Vor dem Zelt wartete Franzi schon wieder auf mich, das ist ein schönes Gefühl! Ein Foto mit den Youtube-Stars und dann machte sie sich auf den Weg ins Hotel und ich wollte der COVER PR Party noch einen Besuch abstatten. Doch genau als ich dort eintrudelte, brach ein unheimliches Gewitter über uns zusammen. Doch das minderte meine Lauen nicht im geringsten. Denn mit Ole und Thomas von OnePiece durch den Regen zu rennen, macht unheimlich Spaß. Mit dem ganzen Team einen Tequila und dann kam auch noch meine liebste Karibik – Ricarda – schaut mal, sie hat jetzt auch einen Blog – und dann ließen wir den Abend im Soho House mit Anekdoten aus der Karibik und Pizzen ausklingen. Ein toller Tag ging zu Ende!

fw5fw2

Der nächste Tag startete mit einem grandiosen Frühstücken neben Slimani und Co., es folgte das Auschecken und plötzlich stand BibisBeautyPalace plus Anhängsel höchst persönlich vor uns in der Schlange. Was dann folgte zog meine Laune ziemlich in den Keller: Was machst du, wenn du während der Fashion Week in Berlin ein Hotelzimmer suchst? Richtig: verzweifeln. Stundenlanges Umherfahren mit dem Taxi, schimpfen auf diese eine PR-Agentur und zweiunddreißig verzweifelte Hilferufe später hatte ich ein überteuerstes Hotelzimmer am Rande Berlins gebucht und eine Fashionshow verpasst. Zum Entspannen gönnten wir uns eine Portion Trüffelpasta im Spreegold und dann ging es für Franzi auch schon wieder nach Hause – leider!
Denn Etwas hatte ich in diesen 24 Stunden gelernt – Fashion Week mit einer Freundin: besser könnte es nicht sein. Ich werde es nicht vergessen, wie sie gestrahlt hat, während alle anderen Bloggermädels nur umbegeistert in die Runde blickte. Mich eingeschlossen. Aber dieser gemeinsame Aufenthalt hat mich ein mal mehr wachgerüttelt.
Den Tag verbrachte ich dann weiter mit zwei Stunden Mittagsschlaf und machte mich dann hektisch auf den Weg zum Event von ghd, das ich eine halbe Stunde zu spät erreichte. Vor Ort traf ich endlich meine liebe Marie, Vania und viele andere Bloggermädels wieder! Anschließend verschlug es uns noch zur FashionChick Lounge, wo ich Kathrin wieder traf, mit der ich im letzten Jahr eine tolle Zeit auf der Amsterdam Fashion Week verbringen durfte. Den Abend haben Marie, Lisa und ich dann ganz stilsicher in der Dönerbuden ausklingen lassen.

fw4

Tag drei begann ziemlich müde und ohne Frühstück auf der Rückbank eines Taxis. Noch ein bisschen verschlafen wurde ich zum Fashionzelt gebracht und dort war ich aber dann doch recht schnell munter. Denn während ich mir im Eingangsbereich des Zeltes einen Smoothie genehmigte, schritt auf einmal die wunderschöne Doutzen Kroes an mir vorbei. So engelsgleich und unverhofft, dass ich es nicht mal schaffte oder gar daran dachte, mein Handy aus der Tasche zu kramen. Es folgte das Presse Event bei dem die neue Mercedes Benz Kampagne vorgestellt wurde. Blitzlichtgewitter, viel zu viele Menschen auf kleinstem Raum und eine strahlende Doutzen. Direkt im Anschluss schaute ich mir noch die Annelie Schubert Show an, die mich mit Materialmix und tollen Models begeisterte. Nach der Show noch ein kleiner Plausch mit meiner lieben Lois und danach ging es für mich wieder zurück in’s Hotel und nach Dresden.

Drei Tage Fashionweek sind wieder mal wie im Flug vergangen. Bisher die drei schönsten in Berlin für mich. Wieso? Weil ich mich gefreut habe. Über Blumenkränze, über persönliche Einladungen, über den Platz in der ersten Reihe. Ich habe mich gefreut über Streetstylefotografen, die meine Outfits cool fanden, über liebe Mädels, die mich erkannt haben, über das Wiedersehen mit alten Freunden. Ich habe genossen. Und mir dabei nicht eine Sekunde den Kopf über gekaufte Zahlen, unehrliches Getue oder Ungerechtigkeiten zerbrochen. Und habe jetzt auch endlich für mich herausgefunden, wie die Fashion Week zu einem Highlight für mich wird: ich darf mich selbst einfach nicht zu ernst nehmen und das Ganze drumherum auch nicht!

fw1fw6

Kommentare

  • Hallo:) schöner Beitrag! Ich bin noch nicht sehr lange in dieser Szene dabei, jedoch entging auch mir nicht der Hype um die Fashionweek. Aktuell halte ich es noch nicht für möglich daran einmal teilnehmen zu können. Wenn das doch passieren sollte werde ich mir deine Worte auf jeden Fall zu Herzen nehmen. Ich habe mir natürlich bereits die Frage gestellt „Was wäre wenn?“ – mit dem Ergebnis, dass ich gar nicht so richtig wüsste wohin mit mir zwischen dem Dutzen Menschen, die alle mega IN und voll dem Trend entsprechend angezogen sind. Ich bin einfach gern ich und zwar mit allem Drum & Dran. Du ermutigst mich definitiv daran festzuhalten auch wenn ein Event anstehen sollte, das mit viel Druck verbunden ist. Das mit dem Hotel ist ja echt blöd gelaufen! Ich hatte so etwas auch mal auf einer beruflichen Reise. Deine Freundin, die abseits von der Szene steht dorthin mitzunehmen finde ich eine total gute Idee. Ich kann nur erahnen wie sie aus dem Häuschen war. Ich würde das genauso machen und eine von meinem Mädels mitnehmen.

    Carrie, dein Blog ist toll und Du kannst echt mehr als stolz sein was Du in deinem zarten Alter bereits erreicht hast.

    Herzliche Grüße,

    Janina von http://www.selfconceptofjay.com

    14. Juli 2015
  • Das klingt ja alles in Einem nach einer tollen fashionweek für dich! 🙂 Schön, dass du eine Freundin dabei hattest, obwohl es für mich so klingt als hättest du mit den anderen Bloggern auch deinen Spaß gehabt. 😉

    Liebe Grüße, Bella
    http://kessebolleblog.blogspot.de

    14. Juli 2015
  • Oh ich liebe diese Bilder :-* http://www.thepinkheartgirl.blogspot.de

    14. Juli 2015
Seiten:1 2 3 59
Schreibe einen Kommentar