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Joggen. Ausdauerlauf, das war in der Schule das Schlimmste für mich. Das genervt und gelangweilt. Und dann ist da ja noch die Sache mit dem roten Kopf, ihr wisst.
Im Frühling, es muss 2008 oder 2009 gewesen sein, kam ich das erste Mal auf die Idee freiwillig zu joggen. An mir war sowieso kaum etwas dran, aber ich ließ mich von einem dieser Mädchenmagazine inspirieren und wollte „In 12 Wochen zur Bikinifigur“ durchziehen. Da gab es genauste Vorgaben: Ernährungspläne, Sportübungen und der Hinweis, dass man jede Woche Joggen gehen sollte. Meine Schwester und ich waren hin und weg und setzten alles direkt in die Tat um. Mama begleitete uns und – war auch diejenige die noch in Woche 12 dabei war. Wir haben ganz schnell aufgegeben – war auch besser so. Denn mal ernsthaft, wer packt einen solchen Plan in ein Heft für 11-15 jährige Mädchen?
Aber Mama joggte und joggte. Und rannte und lief.

Sieben Jahre später schlüpfte ich in meine Sportschuhe, steckte mir Kopfhörer in die Ohren und lief einfach los. Ich hatte mir eine dieser Lauf-Apps runtergeladen. Aber darum ging es mir eigentlich gar nicht. Ich wollte weglaufen. Einfach weg. Das erste Mal in meinem Leben wollte ich diejenige sein, die davon rennt.
Ja, ich bin stur. Aber ich bin gleichzeitig auch unheimlich harmoniesüchtig. Ich hasse es im Streit auseinander zu gehen, deswegen mache ich das auch nie. Ich gehe auf die andere Person zu, auch wenn ich selbst nicht im Unrecht war. Will darüber reden. Kann nicht sauer, oder gar böse sein. Und deswegen bin ich die, die stehen bleibt. Die zum Bahnhof geht, aber nicht die eigenen Koffer trägt. Ich war schon so oft die, die zurück bleibt. Die Stellung hält. Wartet. Und winkt.

Und jetzt hatte ich genug. Ich rannte! Auch wenn gerade niemand da war, den ich zurück ließ. Aber ich musste raus. Weg. Weit weg.
Bis ich an einer Weggabelung merkte, dass wieder ich diejenige war, die zurück gelassen wurde. Ich bin vor mir selbst weggerannt. Vor Gefühlen. Erinnerungen. Aufgaben. Und ehrlich? Das tat so unendlich gut. An einem kleinen Bach hielt ich an, wusch mir die Hände und fühlte mich frei. War bisher nur 3km gerannt, war aber so viel weiter entfernt.
Seitdem laufe ich jede Woche. Manchmal nehme ich mich mit. Und versuche dann Ängste und Zweifel und das Vermissen von mir abzuschütteln. Und manchmal lasse ich das alles zu Hause, atme einfach nur und laufe.

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Shirt – OnePiece | Shorts – H&M | Schuhe – Brooks | Jacke – Victoria’s Secret PINK
Fotos – Tobias Ritz

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Und bei meinem nächsten Lauf stellt sich mir die Frage hoffentlich gar nicht – denn da bin nicht nur ich dabei, sondern auch viele andere Leute – und hoffentlich auch DU!
Wovon ich spreche? Am 30. Juni 2015 findet in Dresden die Brooks Run Happy Tour statt. Ich laufe zwar noch nicht so lang, dass ich es mir trauen würde an einem dieser typischen Stadtläufe teilzunehmen, aber dieser Lauf ist anders. Es gibt nämlich weder Regeln, noch Startgeld oder Zeitnahme. Auch eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Was mich derzeit noch einschüchtert? Die Tatsache, dass man die 8 bis 10 km lange Strecke erst an der Location erfährt. Klingt verrückt oder? Aber ein Versuch ist es wert und da niemand meine Zeit stoppt, werde ich auf jeden Fall dabei sein! Los geht’s um 18 Uhr in der Loschwitzer Elblounge und für die ersten 100 Teilnehmer gibt es ein Brooks Run Happy Shirt for free!
Und jetzt kommt erst noch das Beste: von 20:30 bis 22 Uhr gibt es freie Getränke und BBQ!

Ich freu mich Euch dort zu treffen! Wer dabei sein möchte, klickt bei der Veranstaltung einfach „Teilnehmen“, damit ungefähr eingeschätzt werden kann, wie viele Läufer kommen!
Für alle Nicht-Dresdner: Die Brooks Happy Run Tour geht jetzt schon los und stoppt beispielsweise auch in München, Wien und Leipzig!

Mit freundlicher Unterstützung von Brooks.

Kommentare

  • Nina

    So gestellt alles immer bei dir. Überhaupt nicht authentisch

    18. Juni 2015
  • Ein wirklich schöner Text! Ich laufe auch noch nicht so lange und auch noch nicht jede Woche, aber wenn ich sehr gestresst bin, dann laufe ich sehr gern. Denn ich finde es gibt kein schöneres Gefühl, als das nachdem Lauf. Außerdem bekomme ich beim Laufen immer sehr gut meinen Kopf frei.

    Viele Grüße

    18. Juni 2015
  • Auf den Bildern machst du beim Laufen echt eine super Figur! Würde ich mich beim Laufen fotografieren, würde das definitiv nicht so vorteilhaft ausschauen 😀

    18. Juni 2015
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