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Kleinstadtcarrie - New York - Ben Gierig - FotografieKleinstadtcarrie - New York - Ben Gierig - FotografieKleinstadtcarrie - New York - Ben Gierig - Fotografie

Ich habe losgelassen. Und es hat nicht mal weh getan. 
Wie auch? Habe mich so lange darauf vorbereitet. Gewartet, provoziert, dass alle Stricke reißen. Ich habe Ausreden gefunden und Argumente. Ich habe mich selbst und meine Furcht verteidigt. Ich weiß also heute nicht, ob es besser gewesen wäre, direkt auszufliegen. Aber ich bin mir sicher, es war nicht falsch, sich die Zeit zu nehmen, „Adieu“ zu sagen. Wer weiß, ob ich das Neue, das Unbekannte auch so hätte genießen können, wenn ich mich von Menschen, Dingen, Orten hätte losreißen müssen. Gewaltsam.



Jetzt: bin ich frei.
Und in welcher Stadt könnte sich das besser anfühlen, als hier – In New York?
Jetzt: bin ich frei.
Und während dieses Wissen in Dresden so schmerzhaft gewesen ist. Einsam manchmal. Kein verpasster Anruf. Kein Wir-gehören-zusammen. Während ich in Dresden deswegen manchmal den Boden unter den Füßen verlor. Mich an Menschen klammerte, die mich nicht halten konnten. Auf Partys durch die Nacht tanzte, die ich schon zig mal erlebt hatte. Ich habe mich an alles geklammert, was mich gebunden hat. Irgendwie gefasst. Weil es da nicht genug Platz gab für meine Freiheit. Nicht genug Raum zum entfalten. Während ich in Dresden mit dieser Freiheit nicht umzugehen wusste – vergeht hier kein Tag, an dem ich all’ das nicht zu schätzen weiß.
Jetzt: bin ich frei.
Keine halben Sachen mehr. Während ich mir immer alle Optionen offen zu halten versuchte, habe ich es endlich geschafft, mich zu entscheiden. Auch das heißt Freiheit. Ich habe mir selbst Probleme geschaffen, die gar keine waren. Mich halbherzig an etwas gebunden, damit sich die Freiheit nicht ganz so einschüchternd anfühlt. Aber mich nie gänzlich für etwas oder jemanden entschieden. Ein Ballon – Helium oder Heißluft oder was auch immer – und ich habe mich selbst ans Geländer gebunden. Aber die Schnur war so lang und doch zu kurz … sodass ich nirgendwo richtig gewesen bin.
Aber jetzt – Gewartet, provoziert, dass alle Stricke reißen – bin ich frei.

Vielleicht, ja vielleicht lag das an mir und an meinem Horizont. Denn natürlich ist der hier in New York nicht anders. Die Erdkugel nicht automatisch größer, der Horizont nicht ferner. Aber wenn ich am Hudson River entlang spaziere, mir der eiskalte Wind um die Ohren fegt und ich kein Ziel habe – weil ich zu keinem Termin muss, weil die Bahnen und Züge und Busse immer fahren, weil ich – ohne gänzlich frei von Verpflichtungen zu sein – frei bin.
Und das erste Mal seit sehr langer Zeit, kann ich das wieder voll und ganz genießen.

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Oberteil – H&M (sehr ähnliches hier)
Hose – Riani (hier)
Jacke – H&M
Schuhe – Stradivarius (hier)
Tasche – Ralph Lauren
Uhr – Marc Jacobs (hier)
Brille – RayBan (hier)

Fotos – Ben Gierig

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Kommentare

  • Die Bilder sind der Wahnsinn – sie sind so unglaublich gut geworden. <3
    Dein Outfit mag ich aber auch sehr gerne, besonders die Weste.
    Schön, dass du dich in NY schon so wohlfühlst und endlich auch mal abschalten und vergessen kannst.
    Behalte dir das bei. 🙂

    -xx, Carina
    http://www.redsunbluesky.blogspot.de

    8. März 2016
  • Nach dem Anschauen deines Follow me around war ich schon sehr gespannt die Ergebnisse des Shootings zu sehen und muss sagen: Großartig! Wundervolle Bilder und ein ebenso toller Text.

    Liebe Grüße
    Anna I http://www.einundzwanzigzwei.de

    8. März 2016
  • Oh die Bilder sind ja ein Traum! Ein großes Lob an den Fotografen <3
    Und geschrieben hast du wie immer auch ganz toll! Ich bin glatt neidisch, genieß die Zeit in vollen Zügen 🙂

    Liebste Grüße Dilara
    von http://www.missdilara.de

    8. März 2016
Seiten:1 2 3 36
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