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Wir fahren mit dem Fahrrand in das nächste Dorf. Drei Kilometer vielleicht. Der Wind treibt mir die Haare aus dem Gesicht. Die Gräser liegen fast flach am Boden. „Auf dem Rückweg haben wir dann Rückenwind.“
– Ich werde nicht zurück kehren.

Alles an mir sträubt sich auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen. Sie klemmt und lässt sich nur schwerlich öffnen. Unwetterwarnung. Und Glätte noch dazu. Das neue Jahr fängt unheimlich stürmisch an. Meine Haare fliegen durch die Luft, versperren mir die Sicht. Eine kalte Böe reißt mir fast die Jacke vom Leib und ich klammer mich am Geländer der Brücke fest. So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt. Der Regen peitscht. Ungemütlich. Ich fühle mich unwohl in meiner eigenen Haut. Werde unsicher. Der Januar und ich. Das passt irgendwie nicht. Ich balanciere zaghaft. Sehe kein Ende, kein Ziel. Das muss der Nebel sein.
Du breitest deine Hände wie einen Schirm über mir aus. Er legt schützend seinen Arm um mich. Sie will mich zum umdrehen verführen. Ein Blick über die Schulter und das sieht nach zu Hause aus. Wohlig. Unheimlich gemütlich. Aber fremd. Und auf den zweiten Blick eintönig.

Der Wind wird sich wieder drehen. Ich aber meine Richtung nicht.
Gegenwind.

bruecke2bruecke1Rock, Rucksack – New Yorker / T-Shirt – A&F / Schuhe – Bershka / Blazer – Asos

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