menu-icon-luise-closing

Search

Ich habe Dich anderthalb Jahre lang nicht gespürt. Nicht gewusst, wie es Dir wirklich geht. Wir haben jetzt vier Wochen nicht miteinander gesprochen. Ich habe Dir nie gesagt, wie sehr mir das wehgetan hat. Habe mich zurückgezogen. Wir haben uns aus den Augen verloren. Nicht irgendwie. Wir wissen beide, weshalb. Plötzlich gab es da unterschiedliche Weltanschauungen. Einen Mann. Diese Lüge, die irgendwie doch giftiger  für

"Deine Augen faszinieren mich so sehr, dass ich gar nicht wegsehen will. Und wir küssen uns. Küssen einander. Deine Haut auf meiner. Nichts zwischen uns. So fühlt es sich an jedenfalls. Jedenfalls meistens. Bis: Wir halten Spiegel vor unsere Brust. Als Schutzschild irgendwie. Weil man damit blenden kann. Und ein Feuer machen. Weil erst Mal keiner blind zuschlägt, – denn das bringt Unglück. Und weil

Es ist ein heißer Sommertag gewesen. Wir haben gerade zu Abend gegessen und spazieren jetzt den Strand entlang. Der gerade dabei ist sich abzukühlen. Die letzten Menschen packen ihre Sachen zusammen und brechen auf. Oder kommen gerade an, um gleich der Sonne beim Untergehen zuzusehen. Alles ist bereits in ein sanftes Abendlicht getaucht und sieht so friedlich aus. Kaum etwas verrät, wie heiß

Der erste Flieger. Von Berlin nach München. Es ist 6:35 Uhr, ich sitze bereits auf meinem Platz am Gang und fahre mir verschlafen durch die blonden Haare. Trage eine Jeans und T-Shirt, schicke Sandalen und Make-Up. Ich bin 24. Neben mir ein Mann Mitte 50. Er liest Zeitung. Trägt einen Anzug. Nickt mir verlegen zu, als ich mich neben ihn setze. Ein weiterer Anzugträger

"Auf Postkarten muss man nicht antworten, deswegen hast Du die immer so geliebt. Zuneigung, ohne dass sie erwidert werden muss. Meine Zuneigung, ohne dass Du sie erwidern musst. Die Gewissheit, dass ich da irgendwo bin. Aber nicht wo. Denn Postkarten haben keinen Absender. Ich bin irgendwo. Und wahrscheinlich längst weiter gezogen. Aber irgendwo. Irgendwo da für dich. Aber nicht bei dir. Weil Du mich nie ganz und