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Über mich

Schreiben

Ich schreibe, seit ich Buchstaben sinnvoll aneinanderreihen kann. Im Alter von sieben Jahren füllte ich die Seiten meines ersten Tagebuchs. Mit zehn Jahren veröffentlichte ich jede Woche eine Ausgabe meiner Zeitung Interessant und verkaufte sie an meine Familienmitglieder. In der 5. Klasse schrieb ich meine erste Kurzgeschichte, die von sprechenden Schildkröten handelte. Und nur drei Jahre später, 2010, saß ich mit großen Augen am Computer meiner Mutter und rief meinen ersten eigenen Blog „KleinstadtCarrie“ ins Leben. Der Wunsch, meine Ideen, Gedanken und Worte mit anderen zu teilen, und meine unbändige Neugierde ließen mich ohne jegliche Erwartungen in die Blogosphäre, die selbst noch in den Kinderschuhen steckte, eintauchen. Über neun Jahre veröffentlichte ich mehr als 800 Blogbeiträge, der Blog wurde mehr als 3,5 Millionen Mal geklickt – anfangs drehte es sich vor allem um mein jugendliches Gefühlschaos und Liebeskummer, später schrieb ich immer mehr über Sex, Selbstbestimmung, Reisen, Politik und Gesellschaft. Worum es mir dabei immer ging: gemeinsam zu fühlen – Schönes sowie Schmerzhaftes.

 

Die Branche professionalisierte sich über die Jahre und neben meinem Studium der Medien- und Politikwissenschaft entwickelten sich diese jugendliche Idee und der Traum zu schreiben zu meinem Beruf. Während mich die Zusammenarbeit mit bekannten Marken und Firmen, der rege Zuspruch und die Aufmerksamkeit die ersten Jahre begeisterten und inspirierten, überwältigten mich die Schnelllebigkeit und der kommerzielle Überfluss in sozialen Medien schließlich – dazu das Kostüm „KleinstadtCarrie“, aus dem ich mittlerweile herausgewachsen war –, und im November 2019 entschied ich schweren Herzens, dieses Kapitel nach neun lehrreichen Jahren zu beenden. Gemeinsam mit meiner Freundin Eva Burdack gründete ich den handgeschriebenVERLAG und wir veröffentlichten in einem ersten Projekt meine besten Texte der letzten Jahre in einem Buch – Wurzeln zu Blüten. Noch immer ist es ein unglaubliches Gefühl, über den blassgrünen Leineneinband zu streichen und all die virtuellen Erinnerungen sicher zwischen Buchseiten verwahrt zu wissen.

 

Für ein Jahr zog ich mich aus der Blogosphäre zurück, schrieb mit Tinte auf Papier, reiste durch die Welt und saugte an jeder Straßenecke und auf jeder Welle Inspiration ein. Heute, 2020, schreibe ich an meinem zweiten Buch. Und so sehr ich Papier, Tinte, Leineneinbände und Seitenzahlen – Geschichten zum Anfassen – auch liebe, so gern tippe ich auch wild Worte in die Tasten, klicke Veröffentlichen und warte dann gespannt auf eure ungefilterten Gedanken und Antworten. Und das soll hier wieder entstehen: ein Miteinander; Echtheit, Gefühle – Schönes sowie Schmerzhaftes – und Impulse. Ich wünsche mir, dass wir hier gemeinsam ein bisschen verweilen, einander berühren und wirklich und ehrlich da sind.

Warum ich meine Beiträge nun nicht mehr kostenlos anbiete, erfahrt ihr hier.

Wer ich abseits der geschriebenen Worte bin?

1994 in Dresden geboren, wuchs ich meiner älteren Schwester bei meiner Mutter in Freital, einem kleinen Ort in der Nähe der sächsischen Landeshauptstadt, auf. Studiert und gelebt habe ich danach in Dresden, reiste ab Oktober 2017 für ein halbes Jahr als digitaler Nomade durch die Welt. Heute lebe und arbeite ich seit Juli 2018 in meiner Wahlheimat Berlin.

Seit über 10 Jahren nun kann man mein Leben online verfolgen und immer wieder vergesse ich, wie viel Ihr, die Menschen, die mir hier folgen und von mir lesen, bereits wisst. Also vielleicht ist es hinlänglich, mich hier noch weiter vorzustellen, aber um mich für alle neuen Leser ein Stück greifbarer zu machen, drei der Dinge, die mich neben dem Schreiben ausmachen:

Das Reisen/ Es dauerte 22 Jahre, bis meine Abenteuerlust online auch in meine Offlinewelt überschwappte und meine Reiselust kaum mehr zu bändigen war. Seitdem packe ich immer wieder meinen Rucksack und erkunde die Welt. Mal verstaue ich mein Hab und Gut in einer Garage und breche für mehrere Monate auf, manchmal springe ich einfach in den Zug und steige dort aus, wo es sich gerade gut anfühlt. Immer auf der Suche nach Menschen und Geschichten und Wellen, von denen ich mich mitreißen lassen kann.

 

Bewegung/ Ich praktiziere Yoga, ich surfe und ich muss mich mindestens einmal pro Woche im Fitnessstudio auspowern. Während ich viele Jahre dachte, ich sei kein sportlicher Typ, habe ich irgendwann begriffen, dass Bewegung wohltuend und heilsam ist, es dabei noch viel mehr um den Geist als um den Körper geht.

 

Empathie/ Ich bin ein Mensch, der fühlt. So wie jeder andere auch, nur manchmal vielleicht ein bisschen intensiver und lauter. Ich breche auf offener Straße in Tränen aus, wenn mich etwas bewegt, und ich unterhalte ein ganzes Restaurant, wenn mich eine freudige Nachricht erreicht.
Vor allem jedoch fühle ich ganz viel für andere und bin der festen Überzeugung, dass wir allein durch Empathie, Zuhören und Aufeinanderzugehen so viele unserer gesellschaftlichen Probleme lösen könnten. Vielleicht ist das einer der Gründe, weswegen mich doch beinah täglich Weltschmerz plagt: sei es über die politische Situation in meiner Heimat Sachsen, fehlende Zivilcourage auf den Straßen Berlins oder Obdachlosigkeit. Dieses Mitgefühl wird immer mein Antrieb sein, etwas verändern zu wollen.

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Klar! Ich freue mich über Liebesbriefe, Anregungen und Kritik, Reise- oder Buchempfehlungen und echte, ehrliche Gedanken.