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Kleinstadtcarrie_2.-75„Wo siehst Du Dich in 2 Jahren?“, lautete die Frage. Diese Worte werden um einiges interessanter, wenn man aus der trägen  10 eine 2 macht. Aber auch schwieriger. Irgendwie ernsthafter. Mir schossen direkt tausend Gedanken durch den Kopf, aber ich sprach nicht einen einzige aus. „Ich will irgendwie so weiter machen.„, stammelte ich und bereute es im selben Moment. In 2 Jahren bin ich 22 und möchte mein erstes Buch geschrieben haben. Ich möchte auf KleinstadtCarrie.net noch mehr Menschen begeistern. In 2 Jahren werde ich in einer tollen Wohnung wohnen, in der ich Platz für ein Büro habe. In 2 Jahren möchte ich KleinstadtCarrie.net nicht mehr nur alleine betreiben und meinen Bachelor längst in der Tasche haben. Wie immer fällt es mir viel leichter, hier im Internet, für tausende sichtbar, offen zu legen, was mich bewegt, was ich denke. Hier – in diesem Internet – sind wir doch alle ein bisschen übergeschnappt. Obwohl ich behaupten würde, dass ich noch zu den Unaufgeregtesten der deutschen Blogger gehöre.

Dream big!„, schreit mir Instagram jeden Montag morgen in’s Gesicht! „Sei außergewöhnlich!“, scheint das Mantra unserer Generation zu sein. Und plötzlich komm ich mir mit meinen Vorstellungen total langweilig, irgendwie so 2002 vor. Ich sollte sagen: „Ich will in New York leben und arbeiten. Ich will in 2 Jahren zu en erfolgreichsten Bloggern der Welt gehören und mindestens 5 Bestseller verfasst haben.“ Wir alle wollen selbstständig sein und große Karrieren hinlegen. Manche scheinen sich gar nicht entscheiden zu können, ob jetzt der schillernde Instagramfeed oder der beeindruckende Lebenslauf wichtiger ist. Wir wollen nach L.A. – Promis zum Anfassen. Vielleicht ist das ja wie mit der goldenen Gans. An den Erfolg klammern.
Bloß mit den Träumen ist es eben so, dass sie nicht real sind. Klingt banal.
Ich scrolle mich durch Tumblr und irgendwer flüstert: „Dreams don’t work, unless you do!“. Ich nicke und muss im selben Moment schmunzeln. Man hätte auch schreiben können: „Klick jetzt bitte auf das rote Kreuz, beende Tumblr und tu‘ Etwas sinnvolles!“ Das mach‘ ich auch und geh noch mal meine Excel-Tabellen durch, ob ich diesen Monat auch wirklich meine Miete zahlen kann.
Ich kann und will mir meine Zukunft nicht erträumen. Ich will keine utopischen Wunschvorstellungen, dafür bin ich dann doch zu sehr Realist und weiß, dass man tief fallen kann. Ich stelle Konzepte auf.  Ich arbeite an meiner Zukunft. Ich stecke mir hohe, aber realistische Ziele. Und wünsch‘ mir dazu eine Prise Glück. Ich habe Träume. Ja. Aber die behalte ich für mich. Das ist nämlich genau so, wie wenn man eine Sternschnuppe sieht oder eine Wimper wegpustet. Ich behalte das für mich. Ich bin eine realistische Vollzeitträumerin. Immer wachsam modelliere ich mir meine Träume alltagstauglich. Denn ich weiß, wie schmerzlich es sein kann, aufzuwachen.

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Rock, Schuhe – Asos / Pullover, Kette – H&M / Ohrringe – Dorothy Perkins / Jacke – REISS / Muff – Vintage von Omas Dachboden
Fotos – Julie Schönewolf Fotografie

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Kommentare

  • Du hast vollkommen Recht mit dem was du schreibst. Träumen tun wir alle viel und ich persönlich glaube auch an meine. Jedoch muss man realistisch bleiben. Danke für diesen tollen Blogpost.

    Liebe Grüße
    Luise von http://www.just-myself.com

    2. Februar 2015
  • Erschreckend, wie nah 2 Jahre eigentlich sind, obwohl das doch eine so lange Zeit ist, in der noch so viel passieren kann! Irgendwie hat doch jeder diese Zukunftsängste, und ich verstehe vollkommen, dass du deine Träume nicht preisgibst – das ist so privat und nur du selbst wirst dir dabei helfen können, das zu erreichen. Warum sollte man sich dann von anderen anhören müssen, dass das unrealistisch und kindisch oder lächerlich sei?
    Dein Rock ist so klasse, ich bin absolut verliebt in Tüllröcke und suche auch noch nach dem richtigen!
    Liebst! <3

    2. Februar 2015
  • Wunderschöne Bilder! Vor allem das mit dem Glitzer…ein Traum.
    Ganz ähnliche Worte wie deine gingen mir gestern Nacht auch durch den Kopf. Allerdings bin ich eine große Träumerin, baue mir Luftschlösser und male in schillernden Farben meine Zukunft. Aber ich glaube das ist auch irrsinnig wichtig, denn es motiviert mich zur Arbeit. Denn du hast recht „dreams don’t work unless you do“!
    xoxo, Ronja
    http://www.sothisiswhat.com

    2. Februar 2015
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